Osteopathie 2017-09-19T16:17:21+00:00

Osteopathie
Komplexe Störungen erkennen und korrigieren

Die Osteopathie wurde bereits vor über 120 Jahren von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet. Seither hat sie sich stetig weiterentwickelt. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) beschrieb selbst drei wichtige Grundmerkmale, die bis heute die Ecksäulen der Osteopathie darstellen, wie folgt:

1. Struktur und Funktion

Unser Körper besteht aus unzähligen Strukturen wie Knochen, Muskeln, Sehnen und Organen. Ein Knochen beispielsweise ist eine harte Struktur, die dem Körper Halt gibt, für Festigkeit sorgt und vor Druckbelastung oder Zugbelastung schützt. Ein Muskel hingegen kann sich zusammenziehen und dehnen und ermöglicht so erst den Knochen, sich zu bewegen. Es ist jeweils die Funktion, die eine Struktur zu dem macht, was sie ist.
 Ändert sich die Funktion, dann ändert sich auch die Struktur. So wächst ein Knochen, wenn er ständig unter Druck- und Zugbelastung steht, genauso wie ein Muskel stärker wird. Werden Knochen oder Muskeln nicht mehr gebraucht, dann werden sie schwach und verkümmern. Gleiches gilt für alle anderen Strukturen des Körpers: ein Mehr an Funktion führt meist zu einem Mehr an Struktur und umgekehrt.

Für die Osteopathie ist dieses Prinzip der gegenseitigen Abhängigkeit von Struktur und Funktion wichtig. Denn Funktionsstörungen zeigen sich als beeinträchtigte Bewegungen einer Struktur. Indem der Osteopath die Bewegungen überprüft, kann er eine Funktionsstörung feststellen. Anschließend hilft der Osteopath mit seinen manuellen Techniken der Struktur zu ihren ursprünglichen Bewegungen zurückzufinden. Stimmen die Bewegungen der Struktur wieder, dann kann diese erneut in vollem Umfang funktionieren.

2. Untrennbare Einheit

Unser Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die alle miteinander direkt oder indirekt zusammenhängen. Den Zusammenhang stellen die Faszien her, dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden.

Für die Osteopathie sind sie von großer Bedeutung. Denn folgt der Osteopath mit seinen Händen einer Faszie, so gelangt er von einer Körperstruktur zur nächsten. Faszien verbinden auch solche Strukturen,
die funktionell nichts miteinander zu tun haben. Faszien können zudem Veränderungen übertragen, wie etwa Funktionsstörungen. Dies erklärt, warum Ursachen an einer Stelle oft zu Beschwerden in ganz anderen Körperregionen führen. Funktionsstörungen können deshalb immer den gesamten Organismus betreffen.

Darum behandelt die Osteopathie nie einzelne Beschwerden oder Krankheiten, sondern immer den Patienten in seiner Gesamtheit.

3. Selbstheilungskräfte

Gesundheit ist kein Ziel, das wir erreichen, sondern eine Art Gleichgewicht, das unser Körper halten will. Das ist gar nicht so einfach, denn unser Körper ist ständig inneren und äußeren Einflüssen ausgesetzt, die ihn aus diesem Gleichgewicht bringen. Solange unser Körper dieses Gleichgewicht halten kann, sprechen wir von Gesundheit. Geht dieses Gleichgewicht verloren, dann erkranken wir. Doch selbst wenn wir erkranken, gibt unser Körper nicht auf, sondern versucht, wieder gesund zu werden, also ein neues Gleichgewicht herzustellen.

Die Fähigkeit unseres Körpers, Gesundheit zu halten oder bei Erkrankung wiederzuerlangen, verdanken wir seinen Selbstheilungskräften. Diese zeigen sich auf vielfältige Weise, etwa wenn gerinnendes Blut eine Wunde verschließt, wenn Bakterien bei Entzündungen abgewehrt werden, wenn unser Körper nach einer Viruserkrankung gegen die gleiche Erkrankung immun wird oder wenn ein Knochen nach einem Bruch wieder zusammenwächst.
 Meist entstehen Beschwerden oder Erkrankungen, weil eine Bewegungseinschränkung eine Struktur daran hindert, richtig zu funktionieren. Eine solche Funktionsstörung kann früher oder später sogar die Struktur schädigen. Daher wird ein Osteopath immer versuchen, Bewegungseinschränkungen zu lösen. Damit unterstützt er die Selbstheilungskräfte, die dann voll wirken können. Mehr kann ein Osteopath nicht tun. Heilen kann sich unser Körper nur selbst.

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Notfallbehandlung:

Für akute Beschwerden haben wir eine Notfallbehandlung eingeführt. Es handelt sich nicht um einen regulären osteopathischen Termin.

Hierbei geht es ausschließlich darum Ihnen möglichst schnell und effektiv Erleichterung zu verschaffen.

Diese Notfallbehandlung ist ausschließlich Menschen mit akuten Beschwerden vorbehalten. Bitte kontaktieren Sie die Rezeption.

Was verstehen wir unter akuten Beschwerden ?

Beschwerden die gestern noch nicht vorhanden waren und heute da sind.

Notfallbehandlung Schreikinder

Mit dem umgangssprachlichen Begriff Schreibaby werden Kinder bezeichnet, die übermäßig häufig und lange („exzessiv“) schreien, obwohl hierfür kein Grund ersichtlich ist. Experten sprechen von der 3er-Regel, die besagt, dass es sich um exzessives Schreien handelt, wenn Ihr Baby

  • mindestens an 3 Tagen pro Woche
  • über 3 Stunden täglich schreit und
  • dieses Verhalten länger als 3 Wochen anhält

Wie sinnvoll derartige Definitionen sind, wird oft diskutiert. Sie bieten zumindest einen guten Anhaltspunkt. Mindestens ebenso wichtig ist, wie Sie sich als Eltern fühlen. Sobald Sie die Situation als belastend oder problematisch empfinden, Sie Gefühle der Hilflosigkeit oder Verzweiflung erleben, sollten Sie sich Hilfe suchen.

Kosten:

Eine Behandlung wird nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH, Stand 1985) abgerechnet.

Rechnungen werden vom großen Teil der Versicherungen anteilig erstattet.
Bitte erfragen Sie die Konditionen bei Ihrer Versicherung.
Wir erfüllen durch unsere Ausbildungen sämtliche Bedingungen zur Erstattung durch die GKV.

Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Therapeuten.

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